Tauben

Hygieneschädlinge an und in Gebäuden

Biologie Die verwilderte Stadtaube (Columba livia domestica) kommt weltweit und ganzjährig in Städten und Siedlungsgebieten vor. Als Felsen- oder Höhlenbrüter vermehrt sich die Stadttaube ganzjährig und nistet an oder in Gebäuden bei Strukturen, die Halt und Schutz geben. Die ca. 30 cm großen Vögel haben häufig ein graublau gefärbtes Gefieder. Bis zu vier Gelege mit einem oder zwei Küken im Jahr sind möglich. Aufgrund der Lebensbedingungen liegt die Lebensdauer weniger als 2 Jahre und kann potentiell bis zu 10 Jahre betragen.

Schäden Bei Ansitz-, Ruhe-, Schlaf- und Nistplätzen kommt es zu harnsäurehaltigen Kot-Ansammlungen und Verschmutzungen an Gebäuden. Taubenkot kann über Bakterien und eine Reihe von Krankheiten einschließlich Ornithose infektiös sein. In Taubennestern können sich unterschiedliche Insekten und Parasiten entwickeln, die nach dem Verlassen der Tauben in die Gebäude einwandern und zu Problemen führen können. Zu den Insekten gehören Speckkäferlarven und Fliegen oder auch Taubenzecken, Milben, Flöhe, Haarlinge oder ähnliche Parasiten.

Abwehrmaßnahmen

  • Mechanische Abwehr mit Netzen, Gittern, Spikes, Spanndrähten.
  • Elektrische Impulsgeber (Weidezaunprinzip)
  • Chemische Mittel (Repellentien in Erprobung)
  • Vogelattrappen (Rabenkrähe, Falke o.ä.) für kurzzeitigen Einsatz
  • Beratung durch Fachbehörden oder Spezialisten für Taubenabwehr

Tierattrappe (sitzender Falke)

Vogelabwehr mit Netzen und Spikes

Literatur

Haustaube – DSV Berufsverband | Deutscher Schädlingsbekämpfer-Verband e.V. (dsvonline.de)

Stephan Biebl

Dipl.Ing. (FH) Holztechnik
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