Museumskäfer

Materialschädling in Museen, Textilsammlungen und historischen Häusern

Museumskäfer Anthrenus museorum

Aussehen Der Museumskäfer besitzt eine Körperlänge von 2 bis 3 Millimetern. Auf den überwiegend dunkel gefärbten Flügeldecken fallen einige helle Schuppen auf. Am hinteren, äußeren Rand des Halsschilds, sowie hinter dem Schildchen finden sich weitere, helle Zeichnungselemente. Außerdem befinden sich auf den Flügeldecken 3 wellenförmige Querlinien aus ockergelben Schuppen. Beim Museumskäfer enden die 8-gliedrigen Antennen mit einer 2-gliedrigen Fühlerkeule. Die Larven sind stark behaart und besitzen wie andere Anthrenus-Arten auch sog. Pfeilhaare.

Lebensweise Der gesamte Entwicklungszyklus beträgt 7 bis 14 Monate, d.h. pro Jahr nur eine Generation. Maximale Ei-Ablage 35. Bei Raumtemperatur von 18°C werden 10 Larvenstadien durchlaufen. Die adulten Käfer sind Blütenbesucher und fressen ausschließlich Nektar und Pollen.

Schäden Die Larven ernähren sich hauptsächlich vom Protein Keratin, welches unter anderem in Haaren (Wolltextilien), Federn und Horn enthalten ist. Die Larven verursachen Schäden an Insektenpräparaten (z.B. zoologische Sammlungen) oder ausgestopften Vögeln und Säugetieren.

Monitoring
KäferLarven
Klebefallen (mit/ohne Köder)Klebefallen (mit/ohne Köder)

Literatur

Museumskäfer – DSV Berufsverband | Deutscher Schädlingsbekämpfer-Verband e.V. (dsvonline.de)

Stephan Biebl

Dipl.Ing. (FH) Holztechnik
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