Fraßgelköder

Biozide Gele / Pasten zur Bekämpfung von Insekten

Bei Fraßgelködern für Insekten handelt es sich um wirkstoffhaltige Gele oder Pasten. Die Ködermatrix besteht in der Regel aus einem insektiziden Wirkstoff und attraktiven Bestandteilen, wie z.B. Kohlenhydrate, Pflanzenfette und Wasser. Die Zulassung der meisten Gelköder-Produkte gilt für Innenräume und sensible Bereiche (z.B. Lebensmittel- oder pharmazeutische Industrie). Ködergele können je nach Anwendungszulassung gegen verschiedene Schabenarten (Orientalische, Deutsche oder Amerikanische Schabe), verschiedene Ameisenarten und in einzelnen Fällen auch für Wohnungsfischchen, wie das Silberfischchen verwendet werden. Neuere Forschungen aus Norwegen und praktische Erfahrungen von IPM-Experten zeigen eine gute Wirksamkeit gegen das Papierfischchen.

Die Köderausbringung erfolgt in Form von vielen kleinen Punkten (Portionen mit ca. 0,01 bis 0,1 g), die in der Nähe von Verstecken oder Laufwegen der Insekten angebracht werden. Günstig ist die Nutzung von Ritzen und Fugen als natürliches Köderdepot. Durch den Wasseranteil kann der Fraßgelköder über längere Zeit austrocknen und seine Lockwirkung verlieren. Deswegen sind wiederholte Anwendungen bei einem stärkeren Insektenbefall erforderlich.

Die Anwendung darf nur nach Gebrauchsanweisung des Herstellers erfolgen. Professionelle Gelköder sind als Biozidprodukt für die private Anwendung nicht zugelassen und nur berufsmäßigen Anwendern mit Sachkunde und sachkundigen Anwendern (Schädlingsbekämpfern) vorbehalten.

In beköderten Arealen darf keine andere Behandlungsmaßnahme, wie chemische Spraymittel angewendet werden, da dies die Köderannahme durch Insekten verhindern kann.

Stephan Biebl

Dipl.Ing. (FH) Holztechnik
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