Kammfischchen

Materialschädling an Papier

Kammfischchen Ctenolepisma lineata

Biologie Die gestreiften Tiere mit Flecken auf der Körperrückseite sind 11 – 19 mm lang. Die Tiere haben sehr lange Fühler und 3 lange Schwanzanhänge. Kammfischchen können über das Verdauungsystem ohne Hilfe von Darmbakterien Zellulose verdauen.

Lebensweise Die nachtaktiven Urinsekten kommen innerhalb und außerhalb von Gebäuden oder Wohnungen vor. Ein Vorkommen wurde im Fassadenbereich an Fenstern oder Balkonen beobachtet. Über die aktuelle Verbreitung des Kammfischchens gibt es nur wenige Daten. Diese Art
stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und wurde mehrfach in Österreich (Vorarlberg bis Wien) beschrieben. Eine Einschleppung aus südeuropäischen Ländern mit Objekten oder Leihgaben wäre theoretisch möglich.

Schäden In Wohnhäusern verursachen sie wenig Schäden. Tapetenleim, Hausstaubmilden und Schimmelpilze zählen zu ihrer Nahrung. In Museen kam das Kammfischchen nur in wenigen Fällen in Österreich (Wien und Tirol) vor.

Literatur

Renker, C., Weitmann, G. & Kinzelbach, R. (2008): Aktueller Kenntnisstand zur Verbreitung des Kammfischchens – Ctenolepisma lineata (Fabricius, 1775) in Deutschland. –Mainzer naturwissenschaftliches Archiv, 46: 263-268.

Zimmermann Klaus (2016) Kammfischchen – braun gestreifte Silberfischchen. Inatura Ratgeber Dornbirn

Stephan Biebl

Dipl.Ing. (FH) Holztechnik
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