Dokumentation

Integriertes Schädlingsmanagement schriftlich festhalten und nutzen

Zur Dokumentation eignen sich Gebäudepläne oder Skizzen mit Angaben zu den verschiedenen Räumen, wie Ausstellung, Nebenräume oder Depoträume. Im ersten Schritt empfiehlt sich eine Einteilung sämtlicher Räume im Gebäude nach Risikozonen (risk zones) und gefährdete Objekte mit unterschiedlichen Materialien (Holz, Papier, Textil, Pflanzen, Lebensmittel, sonstiges). Siehe nachfolgende Abbildung.

Übersichtsbeispiel zu Risikozonen in einem Museum:

Rot = Hohes Risiko (Wolle, Federn)

Orange = Mittleres Risiko (Wolle, Federn in Vitrinen)

Gelb = Leichtes Risiko (Holz, Metall, Bücher)

Nach Einteilung von Risikozonen kann für jeden Raum oder Gebäudeteil ein Fallenplan und eine Kontroll-Liste erstellt werden. Dies dient zur Hilfe beim Auffinden von ausgelegten Fallen oder Information für Reinigungs-personal oder Fremdfirmen (externe Restauratoren, IPM-Berater oder Schädlingsbekämpfer)

Beispiel eines Fallenplans in einer Gebäudeebene (Insektenfallen pro Stockwerk)

Beispiel einer Kontroll-Liste für das regelmäßige Monitoring:

Nr.StockwerkStandortFallenartPlatzierungSchädlinge
1EGAusstellungKlebefalleBoden1 Kellerassel
2OGDepotMottenfalleRegal5 Kleidermotten
3OGBibliothekS-TrapBoden2 Papierfischchen
  • Neben schriftlicher Aufnahme von Monitoring-Ergebnissen können auch Bilder von Schädlingen (Insekten, Spuren usw.) mit Kameras, Smartphone oder weiteren Hilfsmitteln dokumentiert werden.

USB-Mikroskop zur digitalen Dokumentation von Insekten

Weiter Informationen zur Dokumentation finden Sie auch im IPM Handbuch 2016 oder unter Informationen.

Stephan Biebl

Dipl.Ing. (FH) Holztechnik
Mariabrunnweg 15
D-83671 Benediktbeuern

Telefon 08857 – 69 70 40
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Schädlinge nach Werkstoffen sortiert

© , Stephan Biebl, Dipl.Ing. (FH) Holztechnik