Berlinkäfer

Materialschädling in Museen, Sammlungen und Herbarien

Berlinkäfer Trogoderma angustum

Aussehen Der Berlinkäfer hat einen lang gestreckten, schmalen Körper. Auf den Flügeldecken befinden sich 3 breite, gebogene Haarbinden, die aus weißen Haaren bestehen. Die Männchen werden 2 bis 3 mm lang. Weibchen werden mit 3 bis 4 mm etwas größer. Larven haben ein Borstenbüschel am Hinterleibsende (siehe nachfolgende Fotos Nr.2). Die Art kann von Laien leicht mit dem Australischen Teppichkäfer oder unter Umständen mit dem Vorratsschädling Khaprakäfer (Trogoderma granarium) verwechselt werden.

Lebensweise Die Käfer selbst fressen Pollen und Nektar oder nehmen im Laufe ihres kurzen Lebens gar keine Nahrung mehr zu sich. Die Käfer findet man oft am Fenster oder auf der Fensterbank, da sie gut fliegen können und von Licht angezogen werden. Die Larven können problemlos mehr als 3 Monate hungern.

Schäden Die Larven können sich sowohl an tierischen, wie auch an pflanzlichen Produkten entwickeln, wie es bei Herbarien der Fall ist. Die Entwicklung findet auch an Getreide, Nüssen, Hülsenfrüchten, toten Insekten, Vogelfedern, getrocknetem Fleisch oder Katzenfutter statt. Bei dauerhaft ausgelegten Ködern mit Getreideanteilen gegen Schadnager (z.B. Nontox-Köder), können die Larven des Berlinkäfers ebenfalls gefunden werden.

Monitoring
KäferLarven
Klebefallen, FraßlockstoffeKlebefallen
Biologische Gegenspieler
Speckkäfer-Ameisenwespchen
Laelius pedatus

Literatur

Berlinkäfer – DSV Berufsverband | Deutscher Schädlingsbekämpfer-Verband e.V. (dsvonline.de)

Shaw M.R. (1999) Trogoderma angustum: a museum and herbarium pest new to Britain. Entomologist´s Gazette 50. 99-102

Stephan Biebl

Dipl.Ing. (FH) Holztechnik
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