Kälteverfahren

Technisches Abkühlen von Räumen

Die Anwendung von Kälte in Räumen ist in der Praxis nicht üblich, da es einen hohen Einsatz von Technik und Energie bedarf, um die nötigen Letaltemperaturen für Insekten von mindestens -18 bis -20 °C zu erreichen.

Auf Pilze wirken tiefe Temperaturen nur hemmend und sind für eine vollständige Abtötung nicht geeignet.

Die Kältebehandlung ist in der Praxis nur mit transportablen Gegenständen in isolierten Kältekammern bzw. Kühlcontainern möglich, in denen je nach Kammerbeladung und Wärmeleitfähigkeit der Objekte Temperaturen von -20 bis -100 °C  durch Kältemittel, wie flüssiger Stickstoff mit -196 °C, oder flüssiger Sauerstoff mit -183 °C, erzeugt werden können. 

Natürliche Kälte Im Freiland ist eine Abtötung von Insekten normal nicht möglich, da die letale Temperatur bei mindesten -17 bis -20°C über ein paar Stunden liegen muss. Daher macht es keinen Sinn, beispielsweise Teppiche im Winter draußen in die Kälte oder auf den Schnee zu legen. Zudem überleben die meisten Insekten im Material (Wolle, Holz, Papier) durch die Isolation des umgebenden Mediums. Eine Larve im Holz ist grundsätzlich durch die natürlichen Isolationseigenschaften des Werkstoffs (Holz ist ein schlechter Wärmeleiter) vor tiefen Temperaturen geschützt. Siehe auch FAQ.

Literatur siehe Kältebehandlung

Stephan Biebl

Dipl.Ing. (FH) Holztechnik
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