Kugelkäfer

Materialschädlinge in historischen Gebäuden und Fachwerkhäusern

Kugelkäfer Gibbium psylloides

Biologie Die Käfer haben vergleichsweise lange Fühler und erinnern auf den ersten Blick eher an eine kleine Spinne als an einen Käfer. Kugelkäfer oder auch Buckelkäfer genannt, erreichen nur eine Körperlänge von 2 bis 3 mm. Der Kopf, Halsschild und die Flügeldecken sind unbehaart, glatt und glänzend braun rot gefärbt. Die Tiere können nicht fliegen, da ihre Flügeldecken miteinander verwachsen sind.

Lebensweise Die Käfer leben versteckt – meist in Zwischendecken oder Wänden mit organischer Dämmung (Stroh) von historischen Häusern. Käfer und Larven sind nachtaktiv und verbringen den Tag dicht aneinander gedrängt in Ritzen und Spalten. Die Larven können sich bei Temperaturen zwischen 20 und 35°C entwickeln. Bei einer Temperatur von 33°C dauert ihre Entwicklung nur 45 Tage. Die erwachsenen Käfer
leben bis zu eineinhalb Jahren, kommen wochenlang ohne Nahrung aus und überleben auch kühle Temperaturen.

Schäden Nahrungsmittel und gelagertes Getreide werden von den Larven und auch Käfern angefressen, durch Fraßmehl, Kot, Larvenhäute und Puppenhüllen verunreinigt. Verpackungsmaterialien können von Larven zur Verpuppung eingebohrt werden. In historischen Gebäuden oder Bauernhausmuseen führt ein Massenbefall mit hunderten von Käfer meist zu Problemen, die häufig nach Bauarbeiten (Erschütterungen) entstehen.

Monitoring
KäferLarven
Klebefallen
Biologische Gegenspieler
Lagererzwespe Lariophagus distinguendus

Literatur

Pospischil R. (2005) Der Kugelkäfer Gibbium psylloides. DpS 2, S.4-5

Kugelkäfer – DSV Berufsverband | Deutscher Schädlingsbekämpfer-Verband e.V. (dsvonline.de)

Stephan Biebl

Dipl.Ing. (FH) Holztechnik
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