Chemische Korrosion von Holz

Mit dem Begriff Mazeration (macerare (lat.): mürbe machen, einweichen) wird bei Gebäuden die wollige Auflösung der Struktur von verbauten Hölzern aufgrund von chemisch aggressiven Einflüssen unter bestimmten klimatischen Bedingungen bezeichnet. Im engeren Sinne bedeutet die Mazeration eine Lösung der Holzzellen voneinander. Sie entsteht durch mechanische oder chemische Zerstörung der Mittellamellen.
Als Synonym wird oft die chemische Holzkorrosion verwendet, bei der eine Schädigung oder Zerstörung von der Holzoberfläche ausgeht. Die Bezeichnungen Korrosionsfäule oder biologische oder biotische Korrosion ist nach Erler (2004) falsch.
Bei der Korrosion von Holz können mehrere Faktoren, wie UV-Strahlung, Regen, Basen, Säuren und Salze eine Rolle spielen. Bei einer Einlagerung von Salz ins Holz, können stetige Phasenänderungen mit ändernden Klimabedingungen zu einer Zerstörung der Mittelschicht des Zellverbandes führen.
An Dachlatten und Sparren von älteren Ziegeldächern kann man immer wieder Mazerations-Erscheinungen mit zerfaserten Oberflächen entdecken, wo der Einfluss von Salzen oder Salzlösungen (z.B. Magnesiumsulfat aus Dachziegeln) oder Umweltschadstoffe eine Rolle spielen können.
Literatur
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Wapler G. (2022) Mazeration an Holzbauteilen – Ursache und Auswirkungen. Vortrag auf der Fortbildung „Statische Beurteilung von Vollholz im Bestand“ Probstei Johannesberg 25.03-26.03.2022 in Fulda
Einschleppung fremder Arten
Als invasive Arten gelten Tiere oder Pflanzen dann, wenn sie sich in einem neuen Umfeld ausbreiten und sich dies wiederum auf heimische Arten auswirkt. Heimische Insekten können durch fremde Arten verdrängt werden, wie es beim Beispiel Asiatischer Marienkäfer bekannt ist. Ähnliches kann man bei den Fischchen in Gebäuden feststellen, wo das Silberfischchen in vielen Bereichen durch das Papierfischchen oder Geisterfischchen zunehmend verdrängt wird.
Die Einschleppung von exotischen oder fremdartigen Holzschädlingen, wie Bohrkäfer, Splintholzkäfer oder Termiten im Rahmen von Ausstellungen oder Sonderausstellungen in Museen kann immer wieder beobachtet werden. Neben den Kunstwerken können auch verschiedene Materialien aus der zusätzlichen Ausstellungsdekoration durch Schädlinge befallen sein.
Aktuell wird ein Aufkommen der invasiven Ameisenart Tapinoma magnum (Große Drüsenameise) in verschiedenen Teilen von Deutschland festgestellt und auch wissenschaftlich untersucht. Siehe Forschungsprojekt seit Anfang 2025 über den Link und Literatur.
Neueste Meldung einer invasiven Ameisenart stammt von Juni 2025 über die Asiatische Nadelameise (Brachyponera chinensis) die in Stuttgart nachgewiesen wurde. siehe Link und Literatur
Literatur
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